IDENTIFIKATION – Warum du bereits das bist, was du suchst!

Alles steht und fällt in unserem Leben mit unseren Identifikationen.

Es gibt im Menschen einen latenten Drang erkennen zu wollen „Wer bin ich wirklich?“

Krisenzeiten können uns für dieses existentielle Thema oft besser öffnen, als in Zeiten in denen alles so dahinplätschert.

Jetzt ist die richtige Zeit sich Fragen zu stellen! Sind wir vielleicht doch mehr als nur:

  • ein Säugetier der Gattung Homo Sapiens?
  • ein materielles-biologisches Wesen, mit allen vererbten Genen und Eigenschaften unserer Vorfahren?
  • das Produkt unserer Erziehung, Religion, Gesellschaft oder Kultur?
  • ein Rädchen im jeweiligen System des Weltgetriebes?
  • die Rollen, die wir angenommen haben?

Was ist Identifikation bzw. Identifizierung?

Das Wort IDENTIFIKATION leitet sich von den lateinischen Bezeichnungen IDEM „derselbe“ und FACERE „machen“ ab. Es ist ein „gleichsetzen“ damit gemeint.

Die Definition des Verbes „identifizieren“ hat im Duden zwei unterschiedliche Bedeutungen:

  1. Bedeutung
  • genau wiedererkennen; die Identität, Echtheit einer Person oder Sache feststellen (Beispiel: POSTIDENT wenn man eine Simkarte fürs Telefon kaufen will)
  • Authentifizierung
  1. Bedeutung
  • mit jemandem, etwas, miteinander gleichsetzen
  • jemandes Anliegen, etwas zu seiner eigenen Sache machen; aus innerlicher Überzeugung voll mit jemandem, etwas übereinstimmen

(Beispiel: das wünschen sich alle Arbeitgeber, dass sich die Arbeitnehmer möglichst mit dem Laden identifizieren)

  • sich mit einer anderen Person oder Gruppe emotional gleichsetzen und ihre Motive und Ideale in das eigene Ich übernehmen

Identifizieren heißt, dass man sich mit seinem tiefen Wesen mit etwas einverstanden erklärt und gleichsetzt.

 

Mit welchen Identifikationen wirst du von Geburt an unbewusst konditioniert?

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Weltanschauungen, sog. Paradigmen
  • Gesellschaftliche Systeme und deren Werte und Normen
  • materialistisches Weltbild (Trennung von Körper, Geist und Seele)
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse
  • kollektive Glaubensmuster aus dem jeweiligen Kulturkreis
  • Religionen (Gottesvorstellungen)
  • Moral, Sitten und Benimmregeln
  • Sternzeichen/Horoskope
  • Lebensvorstellungen von GUT und SCHLECHT
  • Gruppen oder Freunde
  • „Vorbilder“

Was wir glauben, nehmen wir wahr.

Und was wir wahrnehmen, das erfahren wir.

Und was wir erfahren, das glauben wir.

Das perfekte Karussell!

Diese Art der Identifikationen wird oft als Illusion bezeichnet. Weil sie im weltlichen Spiel nur zeitliche begrenzt sind und auch von Kultur zur Kultur verschieden sind.

 

Wie sind deine persönlichen Identifikationen entstanden?

Es ist der Moment, wenn du zu den Angeboten aus der Erziehung und Umwelt sagst:

ICH BIN XY…

Ich bin (und wir nennen unseren Namen)

Ich bin (und wir nennen unsere Staatsangehörigkeit)

Ich bin (und wir nennen unseren Familienstand)

Ich bin (und wir nennen unseren beruflichen Status)

Ich bin (und wir nennen den momentanen Zustand des Körpers)

ICH BIN XY…

Mit den beiden Wörtern ICH BIN entsteht erst dein SELBSTBILD über dich. Du baust dir eine IDENTITÄT auf. Das beginnt sehr früh im Leben und wird selten hinterfragt.

Manche sage auch Phantom-Ich dazu, denn es ist eine Ich-Wahrnehmung, die sich über erlernte Muster und Rollen definiert.

Unser inneres Wesen ist erstmal neutral, wie ein Schwamm. Es reagiert aber auf die akzeptierten Identifikationen und bringt diese in die erfahrbare Welt.

 

Warum wir Identifikationen brauchen

Ohne Identifizierung haben wir keinen inneren Halt.

Identifizierungen geben ein Wir-Gefühl.

Es ist wie ein Stück Heimat.

Man fühlt sich dazugehörig.

Man kann sich innerhalb bekannter Rahmenbedingungen bewegen und ist dadurch „sicher“.

Dieser Rahmen kann kulturbedingt sehr eng sein…

Beispiel: im indischen Kastensystem bleiben Identifizierungen relativ starr

Im Westen streben mehr Mensch nach neuen Möglichkeiten. Es gibt mehr Freiraum sich zu identifizieren.

Identifizierungen verändern sich durch unsere innewohnende Bestrebung nach dem GUTEN. Und wenn wir das GUTE haben dann wollen wir das BESSERE!

Allerdings kann genau das zu einer Krise führen, wenn man sich aus verschiedenen Gründen mit etwas identifiziert hat, was seelisch nicht zu einem passt.

 

Identifikations-Krise als Chance

Wer bin ich?

Was soll ich?

Diese Fragen entstehen meist bei besonderen Lebenssituationen.

Allgemein denkt man, diese Fragen kommen erst als „Midlifecrisis“ im fortgeschrittenen Alter.

Aber das kann jeden treffen, der sich im Phantom-Ich verirrt hat und sich in der Welt der materiellen Dinge eine Schein-Identität aufgebaut hat.

Oft hat sich ein Mensch in den programmierten Rollen verloren und gibt vor etwas zu sein, was er gar nicht ist.

Jede Krise ist eine Chance wieder über seinen Tellerrand zu schauen.

Erweiterte Sichtweisen bringen wieder neue Lebenseinstellungen und ein neues Selbstbild.

„Wer warst du, bevor man dir sagte wer du bist?“

– D. La Porte –

Es gibt eine Antwort darauf. Über alle Kulturen und Jahrhunderte hinweg ist sie erhalten geblieben.

Diese Antwort, wer du wirklich bist, kann nur noch mit dem Herzen aufgenommen werden, weil sie weit über die Kapazität des menschlichen Verstandes geht.

Hier sind 4 Hinweise:

 

4 Beispiele für ein spirituelles Identifikations-Modell

 

  1. Monismus

Es gibt nur ein Grundprinzip des Seins und eine Wirklichkeit. Im Licht existiert keine Finsternis. Es ist das perfekte System. Alles ist darin enthalten.

Es ist ein geschlossenes System des absoluten göttlich Guten, mit dem der Mensch in Resonanz gehen kann.

Der Mensch kann in mit diesem Feld durch Anerkennen in Kontakt treten und dessen Schwingung als Resonanz verkörpern.

So ist der Mensch als das „Ebenbild Gottes“ – kompatibel.

Um in den Genuss des Guten zu kommen muss der Mensch in der gleichen Frequenz, im gleichen Informationsfeld, leben. Es ist das perfekte System – ohne Ego.

 

  1. Griechische Antike

Das vollkommene Lebensprinzip im Menschen nach Aristoteles:

Der Mensch ist ein Individuum im Vollendungszustand.

So wie die Raupe bereits in sich schon der Schmetterling ist, so sind auch alle Menschen bereits vollkommene Wesen. Jeder Mensch hat vollendete Fähigkeiten bereits passiv in sich. Daher ist jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt:

  • glückselig
  • gesund
  • versorgt

.

  1. Hinduistische Philosophie

Der individuelle Ausdruck des Absoluten

Atman ist der individuelle Ausdruck des Absoluten Brahman.

Beide bilden eine Einheit.

Das Gott-Selbst, ohne Anfang und Ende, unveränderlich, unendliche immanente und transzendente Realität ist im Menschen, als der Atman.

Das Individuum besteht aus zwei Aspekten:

Sein (Brahman) und Ausdruck (Atman). Sie sind untrennbar verbunden.

 

  1. Jüdisch-christlichen Kultur

Heiligen Schrift (Bibel)

In der Schöpfungsgeschichte im Alten Testament steht im 1. Mose Vers 1 Kapitel 31:

„Als Gott den Menschen schuf sah er, dass er gut ist. … alles war sehr gut“.

Außerdem steht noch davor in Vers 27, dass der Mensch zu seinem Ebenbild geschaffen wurde.

In der Heiligen Schrift steht an vielen Stellen, dass der Mensch ein geistiges Wesen ist und mit seinem Schöpfer eine Einheit bildet.

Gott ist immer mit dem Menschen verbunden.

Erkennt der Mensch sich als dieses Gott-Selbst, welches sein Leben ist, ist er geheilt, versorgt und immer in Sicherheit.

Als ein göttliches Wesen ist der Mensch bereits jetzt und hier unsterblich und vollkommen. Das nennt man das Christusbewusstsein.

 

Zusammenfassend

„Wir sind keine Menschen, die eine spirituelle Erfahrung machen,

sondern wir sind spirituelle Wesen, die erfahren, Mensch zu sein!“

– Pierre Teilhard de Chardin –

Ich gehe hier noch einen Schritt weiter:

 

Wir sind spirituelle Wesen, die vergessen haben,

wer sie wirklich sind und sich inzwischen

nur noch als vom Ur-Leben getrennte Menschen identifizieren.

Der Mensch ist Geistwesen, aus sich selbst existierend – ohne Krankheit und Tod.

Er ist reines Licht, das sich als das Gute durch ihn ausdrücken will.

Der „Sohn“ und der „Vater“ sind EINS.

Das Leben des Menschen ist ein selbstvollendetes Sein – ein in sich selbst vollendetes Leben.

Es muss nichts erreicht werden, denn Vollkommenheit lässt sich nicht verbessern.

Dies ist die höchste Identifikation, die wir in diesem Leben erreichen können! Das ist unsere wahre Heimat, nach der wir immer gesucht haben.

 

Begrenzende Identifikationen erkennen und auflösen

Alles, was nicht in die vollkommene Einheit der guten Gegenwart passt, ist ein Versuch uns von unserer wahren Identität abzubringen und uns minderwertigere Identifikationen zu verkaufen.

Wir können uns von allen bisherigen begrenzenden Vorstellungen und Identifikationen lösen.

Beispiel: Krankheiten – die eine göttliche Gegenwart, dich mich einschließt, kennt nur sich als gesund.

Wenn ich das ohne Zweifel akzeptiere – bin ich gesund. Ich muss nichts mehr beitragen.

ICH BIN gesund – weil mein wahres Selbst immer in vollkommener Gesundheit ruht.

Das kann ich auf alle meine Angelegenheiten anwenden.

Ich bin bereits das, was ich suche! Ich muss es nicht entwickeln. Ich muss es nur anerkennen.

Der Sohn (Atman) kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater (Brahman) etwas tun sieht. (Joh 5,19)

 

„Aus mir selbst kann nichts tun.“

– Jesus –

Die vollendeten Fähigkeiten (nach Aristoteles) sind bereits in uns.

 

Wahre Identifikation und ihre zeitlichen Rollen

Wir können uns als das eine unendliche spirituelle Leben identifizieren und sehen alles anderes nur als temporäre Rolle oder auch Bewusstseinszustände an.

Damit ziehen wir Rollen an oder aus. Oder verändern willentlich Bewusstsein.

Wir entscheiden, wer oder was wir in diesem Leben darstellen oder erreichen wollen.

Unser freier Wille ist die größte Freiheit, die wir haben. Es verlangt Disziplin und Verantwortung damit umzugehen. Aber wir dürfen spielen und unser „Selbst“ erfahren.

Denn es gibt tatsächlich in Geist keine Begrenzung.

 

Wie gelingt dir eine dauerhafte Identifikation mit deinem wahren Selbst

Spirituelles Wissen ist ein Gewahrsein deiner göttlichen Essenz, wer du wirklich bist. Dein wahres Selbst muss von die wahrgenommen werden und es muss dauerhaft mit deiner Aufmerksamkeit gefüttert werden. Eine Kontaktaufnahme ist jeden Tag nötig.

Es kann helfen, wenn man sich in ein Tagebuch schreibt, dass man ab dem heutigen Tage seinem wahren Selbst treu bleibt und sich nicht von geringeren Identifikationen ablenken lässt.

Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen: ICH BIN … ist reines SEIN. Das ist unser wahres Selbst. Erst wenn wir „Ich bin xy“ sagen hängen wir mit unserer freien Wahl einen definierten Zustand dahinter.

Wir können wählen:

  • die Gegenwart des Guten in unserem Leben zu akzeptieren. In allen Angelegenheiten.
  • und mit unserer Aufmerksamkeit uns jeden Tag danach ausrichten.
  • dass dieses eine einzige gute Leben jetzt mein Leben ist.
  • anerkennen, dass sich mein wahres gutes Selbst sich in mir ausdrückt und in allen meinen „menschlichen“ Angelegenheiten als das GUTE erscheint.
  • dass ich erleben will, wie mein Geist mit dem Geist des Absoluten Guten durchflutet wird:

Meine Gedanken werden durchströmt mit Gewissheit, Zuversicht, Klarheit.

Meine Gefühle werden durchdrungen mit Liebe und Wohlwollen.

Mein Verstand entspannt sich: ALLES IST GUT

Egal, was sich temporär an Begrenzungen in meinem Leben aufgetürmt hat: ES LÖST SICH AUF

Harmonie und Fülle gehören mir, weil ich sie mir schon immer gehören und ich mich jetzt damit identifiziere.

Wenn ich dich persönlich unterstützen darf, dann kannst du mich jederzeit kontaktieren.

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Ich freue mich auf dich!

Deine Renate

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© Alle Rechte vorbehalten

Renate de Graaff

 

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