WIDERSTAND gegen das Leben – erkennen & auflösen

Das Leben ist manchmal wie ein Besuch beim Zahnarzt. Man liegt auf dem Behandlungsstuhl und verspannt sich. Alles wird hart.

Immer wenn man es merkt, dass man sich verkrampft hat, atmet man kurz durch und macht sich wieder locker – bis zur nächsten Welle.

Ist es nicht generell wieder einmal an der Zeit tief durchzuatmen und alle Verkrampfungen loszulassen?

Bewusster oder unbewusster innerer Widerstand hält uns oft davon ab, im Leben das zu bekommen, was wir uns wünschen. Und Widerstand muss nicht immer negativ sein.

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Wo erleben wir Widerstand?

Widerstand kennen wir aus vielen Situationen im Leben. Bevor wir zum persönlichen, inneren Widerstand kommen, schauen wir uns ein paar bekannte Beispiele an, wo Widerstand eine Rolle spielt.

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Elektrischer Widerstand

In der Physik reduziert ein Widerstand die Stromstärke und behindert die Energie am Durchfluss. Man nützt diesen Widerstand, weil man mit entsprechenden Geräten Licht und Wärme erzeugen kann. Der elektrische Widerstand wird in Ohm (nach dem Entdecker Georg Simon Ohm) gemessen. Das griechische Omega Ω ist das Symbol dafür.

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Politischer Widerstand

Jedes System hat Befürworter (meist, die die davon profitieren) und Gegner. Diese organisieren sich dann in einen „politischen“ Widerstand. Gestern und heute. Systeme und Kulturen haben sich in der Geschichte der Menschheit immer wieder aufgelöst und erneuert.

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Literatur / Filme

In jedem fiktiven Drama braucht es einen Gegenspieler. Den Antagonisten. Antagonist und Protagonist sind die beiden Gegenspieler in jedem Drama und Kinofilm. Der Antagonist ist der Widersacher. Seit der Antike wird das Drama als Kampf des Guten gegen das Böse dargestellt. Alle Kurse zum Drehbuchschreiben basieren immer noch auf diesem Muster.

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Religionen

Die „neutrale“ mentale Kraft des NEINSAGENS im Menschen wurde von den Kirchen als der Teufel bezeichnet. Es ist der Widersacher, der zum Ungehorsam verleitet. Wenn jemand den Teufel in sich hat, dann ist er in der traditionellen Anschauung der Kirchen das personifizierte Böse geworden und das muss ausgetrieben werden. Nur so simpel ist das alles nicht…

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Widerstand ist ein angeborener Begleiter der inneren Natur des Menschen und kann nur bewusst durch den Menschen selbst aufgelöst werden.

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Wie kann Widerstand aussehen?

Widerstand hat viele Facetten. Hier nur ein kleiner Auszug, der zu deinem eigenen Brainstorming anregen kann…

  • Weigerung
  • Verweigerung
  • Entzug
  • Ablehnung (äußere oder auch nur innere)
  • Aufschieben
  • Blockade
  • Boykott
  • Protest
  • Rebellion
  • Sabotage
  • Kampf
  • Zurückweisung
  • Unlust
  • (innere) Kündigung
  • Apathie
  • Selbstmord (höchste Form des Widerstandes gegen das Leben)

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Welche Arten des inneren Widerstandes gibt es?

Unsere Widerstände sind so vielfältig und wurden oft schon in der Kindheit angelegt. Die Fähigkeit Nein sagen zu können ist uns angeboren und oft übernehmen wir die „Neins“, also die vererbten Abneigungen, unserer Generationen vor uns.

Als Beispiel: Wenn im Elternhaus Geld oder Reichtum abgelehnt wurde, neigen wir später auch dazu dies in unserem Leben abzulehnen. Das innere System boykottiert dann die natürliche Fülle und wird unbewusst immer eine Aktion setzen, so dass dieser Mensch nie in den Zustand des Wohlstandes kommt.

So geht das mit fast allen Bereichen des Lebens wie Partnerschaft oder Gesundheit.

In dieser Liste biete ich eine Reihe von Möglichkeiten, gegen was man einen Widerstand haben kann. Jede Abneigung oder „ich mag das nicht“ ist ein Indikator für eine Art des Widerstandes.

Du darfst dir Gedanken dazu machen und diese Themen einmal genauer ansehen. Es ist bestimmt die eine oder andere Überraschung dabei…

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Widerstand gegen bestimmte Menschen

Ablehnung, Hass

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Widerstand gegen bestimmte Situationen

Wie z.B. bei Neuem oder „Fremden“. Nach dem Motto: „Lieber das schlechte Bekannte, als das gute Unbekannte!“

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Widerstand gegen bestimmte Emotionen wie z.B. Angst

Betäubung dieser Emotion durch Arbeit, Alkohol, Medikamente, etc.

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Widerstand gegen Kontrolle oder Kontrollverlust

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Widerstand gegen Routine

Hier kommt die Aufschieberitis her. „Mache ich später!“ Manana.

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Widerstand gegen Sinneseindrücke wie Lärm oder Gerüche

Fühlt sich schnell gestört durch Geräusche. Beschwerden, Missbilligung.

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Widerstand gegen Gesundheit

Krankheit bringt viele Vorteile

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Widerstand gegen Krankheiten

Bekämpfen…

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Widerstand gegen Pünktlichkeit

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Widerstand gegen Kritik (auch konstruktiv)

Das innere System will Recht haben, auch wenn es nicht „Recht“ hat.

Und es will sich nicht schämen müssen…

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Widerstand sich zu Entschuldigen

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Widerstand gegen Gegenstände bzw. Objekte

Nicht schön… oder Kritik

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Widerstand gegen das Wetter

Lamentieren, Jammern

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Widerstand gegen bestimmtes Essen

Schmeckt nicht.

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Widerstand gegen Anstrengung

Unlust zum Lernen, keinen Willen zur Arbeit oder der Unwille keinen Sport zu treiben. Kein Durchhaltevermögen.

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Widerstand gegen den „Schweinhund“

Ist nicht unbedingt negativ 😉

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Widerstand gegen den eigenen Körper

Abneigung und Ablehnung. Oder sich dafür schämen.

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Widerstand gegen Harmonie

Streitsüchtig

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Widerstand gegen Geschenke

„Das habe ich gar nicht verdient.“

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Widerstand gegen Vollkommenheit

„Das ist zu gut um wahr zu sein!“

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Diese Liste kann unendlich fortgesetzt werden. Ich möchte dich dazu ermuntern, in deinen Alltag mal die Aufmerksamkeit darauf zu legen, wann und mit was sich in dir der Widerstand bemerkbar macht.

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Widerstand gegen _________________________________________________

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Es gibt unzählige, individuelle Situationen, die in einem Menschen Widerstand erzeugen können…

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Widerstand gegen das eigene Wohlergehen

Wie kommt es, dass wir sogar Widerstand haben, gegen das, was uns guttun würde und was wir uns so sehr wünschen?

Einmal liegt es daran, in welches mentale Glaubenssystem man hineingeboren wurde. Wobei hier die Kirchen früher noch einen sehr großen Einfluss hatten und den Menschen gern als „Sünder“ dargestellt haben. Und so wurde schon „quasi“ mit der Muttermilch eingeimpft, dass einem ein freies Leben in Freude gar nicht zusteht! Der „Ich-bin-nicht-gut-genug-Gedanke“ existiert bereits durch eine lange Reihe unserer Ahnen.

Aber es liegt auch daran, dass wir als Individuen unsere eigenen Entscheidungen treffen möchten und uns nicht gerne reinreden lassen, was GUT für uns ist. Wir haben einen angeborenen Rebellen in uns. Das beginnt bereits in der frühen Kindheit mit der sogenannten Trotzphase…

… und diese Trotzphase kann noch immer in unser Erwachsenenleben hinein reichen.

Stell dir vor, jemand kommt und sagt dir, was du tun musst. Als Befehl, Regel oder als gutgemeinter Ratschlag. Was passiert? Auch, wenn es tatsächlich das BESTE für dich wäre, kommt sofort Widerstand in dir auf. Du willst dich nicht bevormunden lassen.

Das ist per se keine „schlechte“ Funktion, wir müssen reflektieren können, was von uns erwartet wird. Die reaktive Trotzhaltung sollte sich aber dann im Laufe des Erwachsenwerdens in ein konstruktives Reflektieren aller „Für und Wider“ wandeln.

Eine trotzige Reaktion auf äußere Anlässe toppt noch eine andere: Sogar in unserem eigenen Gemüt, in unseren eigenen Gedanken und Emotionen, kann sich der Rebell aufspielen. Selbst, wenn die eigene Vernunft einem etwas sagt, lehnt sich innerlich etwas in auf…

Nehmen wir an du hast eine schädliche Gewohnheit oder ein Phlegma. Jetzt erzählst du dir, dass du das nicht tun willst. Was passiert? Etwas in dir legt sich quer…

Und so sabotieren wir uns oft und halten uns von unserem Besten im Leben ab.

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Unser inneres System mag keine Befehle – nicht mal von uns selbst!

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Wann ist Widerstand sinnvoll?

Innere Stärke

Widerstandsfähigkeit gegenüber den Angriffen auf seine eigenen inneren Wertevorstellungen kann durchaus sinnvoll sein. Mit dieser inneren Stärke bleiben wir in unserer sog. Mitte und lassen uns von den Stürmen des Lebens nicht gleich umpusten.

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Gesundes NEIN

Es gibt ein gesundes Nein. Wer ein gesundes Nein sagen kann, der wird seltener Opfer durch Manipulation.

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Immunsystem des Körpers

Keine Frage, dass die Widerstandskraft des Körpers eine nützliche Angelegenheit ist.

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Notwehr

Bei Bedrohung oder Ungerechtigkeit.

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Was können wir tun, wenn wir erkennen, dass ein Widerstand nicht sinnvoll ist? Welche Alternativen stehen uns zur Verfügung?

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Welche alternativen Reaktionsweisen gibt es?

Welche Möglichkeiten haben wir auf Anforderungen oder Aktionen neben Widerstand noch zu reagieren? Vor allem, wenn Widerstand keinen Sinn macht, da wir mit dieser Energie einen Zustand erst noch zementieren.

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Das große Staunen…

Aha – fertig! Sehr interessant, was hier gerade passiert. Das ist meine persönliche „Lieblingsreaktion“. Erstmal stehen lassen. AHA! Wir können Ereignisse, Gefühle, Gedanken einfach erstmal nur zur Kenntnis nehmen und nicht weiter kommentieren oder reagieren.

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Akzeptanz

Einfach akzeptieren, dass es jetzt so ist. Oft leben wir in einem größeren Kontext und sind eingebunden in eine Ordnung. Zum Beispiel haben wir alle akzeptiert, dass wir erst mit 18 Jahren den Führerschein machen können.

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Integrieren bzw. Hingeben

Was kann ich aus dieser Situation lernen? Vor allem, wenn man in einer Lebensphase ist, die man zunächst nicht bewusst entschieden hat. In die man so hineingerutscht ist oder in einer Kette von Umständen entstanden ist. (Beispiel: Betreuung meiner Mutter)

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Ausweichen

Du kannst versuchen wie ein Pendel zu reagieren und der Situation als solches erstmal auszuweichen, anstelle auf jeden Ball zu springen und dich daran festzubeißen. Ein Schritt auf die Seite und zusehen kann sehr viel Entspannung ins Leben bringen. Denn: alles hat seine Zyklen und was erscheint wird auch wieder vergehen.

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Loslassen bzw. Verlassen

Es ist eine bewusste Trennung oder Verabschiedung von dem Gefühl des Widerstandes. Wir sehen uns das später noch genauer an und es gibt es dann auch noch eine Übung dazu.

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Humor

Einfach mal herzhaft lachen! Lachen ist und bleibt die beste Medizin in allen Lebenslagen!

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Blockierende Widerstände aufgeben

Alles ist freiwillig und wir können blockierende Widerstände bewusst mit einer Entscheidung aufgeben. Wir können – Betonung liegt auf KÖNNEN.

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Nichts muss – alles kann!

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  1. Erforschen und einfach nur neutral ansehen.
  2. Möchtest du den Widerstand beenden?
  3. Wie fühlt sich die Wahlfreiheit an, den Widerstand behalten zu können?
  4. Was passiert, wenn du den Widerstand loslassen würdest?
  5. Könntest du dir vorstellen, dass du den Widerstand loslässt?
  6. Du darfst jetzt den Widerstand loslassen, wenn du das willst.

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Die folgende Übung ist eine sehr gute Hilfestellung zum Erkennen und Loslassen.

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ÜBUNG: Auflösen unerwünschter Widerstände

Widerstand gegen eine Person

  1. Wenn du willst, kannst du jetzt in dich gehen und erforschen, gegen welche Person du einen Widerstand hast. Schaue dir das einfach einmal neutral an.
  2. Möchtest du den Widerstand gegen diese Person beenden?
  3. Wie fühlt sich die Wahlfreiheit an, den Widerstand gegen diese Person auch behalten zu können?
  4. Was passiert, wenn du den Widerstand gegen diese Person loslassen würdest?
  5. Könntest du dir vorstellen, dass du den Widerstand gegen diese Person loslässt?
  6. Du darfst jetzt oder später den Widerstand gegen diese Person loslassen, wenn du das willst.

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Widerstand gegen eine Situation

  1. Wenn du willst, kannst du weitermachen und jetzt erneut in dich gehen und erforschen, gegen welche Situation du einen Widerstand hast. Schaue dir das einfach einmal neutral an.
  2. Möchtest du den Widerstand gegen diese Situation beenden?
  3. Wie fühlt sich die Wahlfreiheit an, den Widerstand gegen diese Situation auch behalten zu können?
  4. Was passiert, wenn du den Widerstand gegen diese Situation loslassen würdest?
  5. Könntest du dir vorstellen, dass du den Widerstand gegen diese Situation loslässt?
  6. Du darfst jetzt oder später den Widerstand gegen diese Situation loslassen, wenn du das willst.

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Widerstand gegen deine Vollkommenheit

  1. Wenn du noch weitermachen willst, kannst du jetzt erneut in dich gehen und erforschen, ob du einen Widerstand gegen die Idee hast, dass du bereits vollkommen bist. Schaue dir das einfach einmal neutral an und lass den Gedanken wirken.
  2. Möchtest du den Widerstand gegen deine bereits vorhandene Vollkommenheit beenden?
  3. Wie fühlt sich die Wahlfreiheit an, den Widerstand nicht vollkommen zu sein auch behalten zu können?
  4. Was passiert, wenn du den Widerstand gegen deine Vollkommenheit loslassen würdest?
  5. Könntest du dir vorstellen, dass du den Widerstand gegen deine Vollkommenheit loslässt?
  6. Du darfst jetzt oder später den Widerstand gegen deine Vollkommenheit loslassen, wenn du das willst. Sie wartet geduldig auf deine Entscheidung.

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Flow: Wenn das gute Leben ungehindert durch dich fließen kann

Was wir unter Flow verstehen ist ein Leben ohne Widerstände. Im Flow fließt alles. Es ist ein Leben in der vollen Gewissheit:

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„Alles ist zu meine Besten.“

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In diesem Zustand passieren die Ereignisse im Leben wie von alleine und oft spricht man dann von glücklichen „Zufällen“.

In Wirklichkeit erleben wir immer nur unser bedingungsloses JA zum Leben – ohne Widerstand. Denn:

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.„Was das Leben für uns tun soll, das muss es durch uns tun!“

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Wenn ich dich persönlich unterstützen darf, dann kannst du mich jederzeit kontaktieren.

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Ich freue mich auf dich!

Deine Renate

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© Alle Rechte vorbehalten

Renate de Graaff

 

 

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