Absichtslosigkeit – der nächste Trend nach Aufmerksamkeit

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Kein eigenes Wollen? Wo wir doch so auf  Ziele definieren und umsetzen getrimmt sind? Ja. Absichtslosigkeit! Und zwar aus diesem Grund:

Was machen wir, wenn wir ein Ziel erreicht haben? Wir fallen in ein Loch. Unser momentaner Lebenssinn ist erfüllt. Wir kennen vielleicht das Gefühl, wenn wir uns ein neues Auto gekauft haben. Wir sparen, haben ein Ziel – dieses Auto – und wenn wir es besitzen, dann hält diese aufgeregte Freude nicht mal 4 Wochen. Danach ist das Hochgefühl wieder erloschen.

Wir wollen ständig irgendwas und wenn es erreicht ist, dann Langweilen wir uns. Ein nächstes Ziel muss her. Vor lauter Ziele vergessen wir zu LEBEN.

Absichtslosigkeit ist das Gegenteil von Zielorientiertheit.

Wozu Absichtslosigkeit gut ist

Absichtslosigkeit schafft

  • Raum, der sonst komplett mit Meinungen und Vorurteilen besetzt ist
  • Offenheit und Spontanität
  • Gelassenheit
  • Selbstbeherrschung
  • Bedachtsamkeit und
  • Ruhe von Konflikten

Doch das aller Beste an der Absichtslosigkeit ist, dass man wieder in einen Zustand von EMPFANGEN kommt. Wenn alles menschliche Wollen zur Ruhe kommt, dann erhält die Welt jenseits der Stille wieder eine Öffnung, um in den Geist des Menschen eindringen zu können.

Die stille Zeit in der absoluten Absichtslosigkeit entbindet uns für diesen Moment von allem menschlichen Wollen und Streben, welches uns aus der konditionierten Kindheit eingeprägt wurde. Mit der Absichtslosigkeit rücken wir wieder näher an den Kern unserer Seele heran.

Allerdings muss man aufpassen, dass man auch hier nichts übertreibt.

Zuviel Absichtslosigkeit führt zur Orientierungslosigkeit

Das Leben ist eine Gradwanderung zwischen Absichtslosigkeit und Zielorientiertheit. Denn alle Kräfte kommen immer im Doppelpack und die Balance ist das Wichtige an der Ausübung.

Es ist nicht gedacht, dass wir nur noch auf dem Sofa sitzen und keine Regungen mehr haben. Nein. Die Absichtslosigkeit ist eine Art Lebenshaltung. Sie bringt die Chance sich immer wieder in Abständen vom eigenen Tun zu distanzieren und es zu prüfen. Ist es das, was ich wirklich will? Oder habe ich mich mit Zielen identifiziert, die gar nicht aus meiner tiefen Seele kommen?

Für diesen Zweck der Selbstanalyse ist es gut, wenn man sich von allem für eine kurze Zeit einmal mit absoluter Absichtslosigkeit distanzieren kann.

Absichtslosigkeit ja – aber nicht planlos!

Stell dir vor: Jemand beleidigt dich und du zuckst nicht mal mit der Wimper – du nimmst es einfach hin, wirst nicht böse, es ist dir nicht mal “egal”. Du bist so losgelöst von dem, was gerade passiert, dass du es nicht mal ignorieren musst.

Absichtslosigkeit ist frei von jeglicher persönlicher Wertung und Reaktion. Reines beobachten – als ob du über dir schwebst und dich wie in einer Out-of-Body-Erfahrung selbst betrachtest – ohne persönliche Gefühle und Gedanken.

Es ist eine Zeit ohne Sorgen, Befürchtungen und Verurteilungen.

Absichtslosigkeit ist FLOW

Nach einer Phase der Absichtslosigkeit gelangst du in einen neuen Lebenszustand. Manche nennen ihn FLOW. Es ist der Zustand, wenn die Ereignisse ohne große Mühe in deinem Leben stattfinden. Der Urzustand jedes Menschen ist gut. Mit der Absichtslosigkeit hast du dich mit der Quelle des absolut Positiven verbunden. Das göttliche Ur-Leben will sich durch dich ausdrücken. Mit ihm in Verbindung weißt du intuitiv, was das “Richtige” für dich ist.

Absichtslos oder wunschlos glücklich?

Es ist paradox, aber dein Wunsch kann sich erst erfüllen, wenn er losgelassen wurde. Solange du noch verbissen dem Wunsch hinterher jagst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass er sich nicht erfüllen wird.

Der Grund ist ganz einfach: Alles, was du unbedingt haben willst, kommt aus dem Gefühl des Mangels. Und das Gesetz der Anziehung bringt dir nur das, was du hast. Hast du ein Mangelgefühl, dann erfüllt sich der Mangel. Das Gesetz bringt dir dann also “MEHR von WENIGER”.

In der Absichtslosigkeit herrscht ein Zufriedensein mit dem, was ist. Egal, wie es sich äußert. Die Absichtslosigkeit akzeptiert, dass alle Bedingungen zu unserem Wohlwollen bestimmt sind. Mit der Absichtslosigkeit beschleunigen wir eigentlich nur, dass die guten Dinge, die wir haben sollen, in unser Leben kommen.

Solltest du meine Bücher bereits kennen, dann würde ich mich sehr über deine Meinung freuen. Auch bei Fragen stehe ich dir unten in den Kommentaren gern zur Verfügung.

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